Ein klares Bekenntnis zur Zusammenarbeit an der Unterelbe

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Zusammenarbeit an der UnterelbeZusammenarbeit an der Unterelbe

Ein klares Bekenntnis zur Zusammenarbeit an der Unterelbe

 

Am 08. September 2011 luden Hamburg Hafen Marketing e.V. und die Brunsbüttel Ports GmbH zu einer gemeinsamen Veranstaltung auf die MS „Nordstern“ in Glückstadt ein, um interessierten Vertretern aus Politik und maritimer Wirtschaft die aktuellen Entwicklungen im Rahmen der seit mehr als zwei Jahren bestehenden Hafenkooperation Unterelbe vorzustellen. Mehr als 100 Gäste folgten der Einladung und bekamen während der Veranstaltung einen umfassenden Überblick über die umfangreichen Aktivitäten im Wirtschaftsraum Unterelbe.   

 

Zunächst begrüßte Claudia Roller, CEO Hamburg Hafen Marketing e.V. (HHM), die Gäste. Sie beschrieb das kontinuierliche Engagement des HHM für die Unterelberegion und gab Einblicke in deren weitere Vorhaben. Im Rahmen der Hafenkooperation Unterelbe betonte Frau Roller vor allem die sehr erfolgreichen gemeinsamen Messeaktivitäten im In- und Ausland, Hafenabende und Workshops. Neben der positiven Aussicht auf weitere Entwicklungspotentiale verwies Frau Roller aber auch auf die Notwendigkeit der Elbvertiefung und eines leistungsfähigen Nord-Ostsee-Kanals. „Für die Abfertigung der Feederverkehre in den Ostseeraum ist der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals dringend notwendig. Alles andere würde Hamburgs Hub-Funktion als Verkehrsbrücke für unsere nord- und osteuropäischen Nachbarn, die Ostseeanrainerstaaten, gefährden“, betonte Claudia Roller.

 

Schleswig-Holsteins Wirtschafts-Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang erinnerte an die großen Chancen des Wirtschaftsraums Unterelbe: „Im globalen Wettbewerb müssen wir gemeinsam die Standortvorteile der Unterelbe nutzen und die Region als gemeinsamen Industrie- und Hafenstandort von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg begleiten“, forderte Zieschang. Gerade Brunsbüttel mit seinem industriellen Angebot und seinen Häfen füge sich in das Ensemble aus Chemie-und Energie-Standort, Luftfahrt-Industrie und Logistik-Drehscheibe wunderbar ein.

 

Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports, berichtete über die Häfen Brunsbüttel und Glückstadt und nannte als aktuelle Arbeitsthemen den konsequenten Ausbau der Universalhafenstrategie und vor allem den Offshore-Windenergie-Markt, an dessen Wachstumspotential auch die Häfen teilhaben werden. Detailliert schilderte er die von der Landesregierung unterstützten Planungen für Brunsbüttel als Offshore-Basishafen und stellte die Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee S-H vor, die ein allumfassendes maritimes Angebot zur Installation und Versorgung der Offshore-Windparks bietet. Frank Schnabel nannte als konkrete Beispiele der Hafenkooperation Unterelbe das gemeinsame Flächenmanagement – hier fand gerade vor zwei Tagen ein weiteres konstruktives Gespräch aller Beteiligten statt – und den Hamburger Hafenentwicklungsplan, bei dem Hamburgs Wirtschaftssenator Horch konsequent die Unterelbehäfen in den Entwicklungsprozess einbindet. „Bei der Hafenkooperation Unterelbe hat sich gezeigt, dass unser Ziel, ein Konzept von Praktikern für die Praxis zu erstellen, erfolgreich umgesetzt wurde und Nutzen für alle Beteiligten erzeugt“, freut sich Frank Schnabel und fügt hinzu: „Wir werden in diesem Sinne weiterarbeiten, denn diese Kooperation funktioniert.“

 

Wolfgang Hurtienne, Geschäftsführer der HPA (Hamburg Port Authority), erläuterte in seinem Vortrag das Hafenkonzept Unterelbe, welches das Herzstück der Zusammenarbeit der Häfen an der Unterelbe bildet. Hier seien als Stichworte für die erfolgreiche Zusammenarbeit genannt der Austausch technischen und operativen Wissens, Information und Vertrauensbildung, die Ergänzung untereinander und eine damit insgesamt größere Leistungsfähigkeit bei der Angebotsabgabe und bei der Außendarstellung. „Die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit im Rahmen des Hafenkonzeptes Unterelbe ist eine Erfolgsgeschichte. Die Bedeutung unserer Häfen geht deutlich über die Hafengrenzen hinaus. Hier im Interesse der Region gemeinsam aufzutreten, kommt allen zugute“, so HPA-Geschäftsführer Wolfgang Hurtienne.

 

Hervorzuheben ist, dass die derzeitigen Herausforderungen „Elbe Fahrrinnenanpassung“ und „Schleusenanlage Brunsbüttel“ von allen Vortragenden erwähnt wurden. Dies verdeutlicht  umso mehr, dass es sich hierbei nicht um lokale Themen handelt, sondern um aktuelle Entwicklungen, die sich weit über die eigenen heimischen Grenzen hinaus auswirken. Eine Zusammenarbeit der Region ist hier sehr wichtig, um effektiv für die Belange der Häfen einzutreten.

 

Im weiteren Verlauf des Abends war ausreichend Gelegenheit, spezielle Fragen und Themen mit den Referenten und den Gästen zu erörtern.

 

Die Veranstalter freuten sich über die sehr positive Resonanz der Informationsveranstaltung und versprachen, diese im nächsten Jahr zu wiederholen.   

 

Hintergrund

Die Verwaltungen der fünf Seehäfen an der Unterelbe  -  Cuxhaven, Stade, Hamburg, Glückstadt und Brunsbüttel - haben sich auf ein "Hafenkonzept Unterelbe" verständigt. Ziel ist es, die Unterelbe als eine Hafenregion mit gemeinsamen Interessen und gemeinsamer Identität zu entwickeln.

  

Das Hafenkonzept wurde am 21. August 2009 in Glückstadt von den damaligen Amtsinhabern der Wirtschaftsressorts, von Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Jörn Biel, seinem niedersächsischen Amtskollegen Dr. Philipp Rösler und Hamburgs Wirtschaftssenator  Axel Gedaschko vorgestellt.

 

Ansprechpartner:

Frank Schnabel, GF Brunsbüttel Ports GmbH, Tel. 04852 884 35

Bengt van Beuningen, Pressesprecher Hamburg Hafen Marketing e.V.,

Tel. 040 377 09 110

 

 

v.l.n.r. Wolfgang Hurtienne, Claudia Roller, Dr. Tamara Zieschang, Frank Schnabel