2. Workshop der Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH in Husum.

Header News
Header News
Präsentation SchnabelPräsentation Schnabel

2. Workshop der Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH in Husum.
Schleswig-Holsteinische Häfen nehmen Fahrt auf für Offshore-Windparks
Die Hafenkooperation „Offshore-Häfen Nordsee SH“ hat am 08. November in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle Schleswig-Holstein des Maritimen Cluster Norddeutschland, und der Logistik-Initiative Schleswig-Holstein zu ihrem zweiten Workshop eingeladen. Im Rahmen der Offshore-Business Meeting and Conference (OBMC) folgten mehr als 200 Teilnehmer der Einladung. Neben zahlreichen Fachleuten der Offshore-Branche waren auch viele politische Vertreter in Husum vertreten.
Schleswig-Holsteins Wirtschafts-Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang erläuterte in ihrem Grußwort, dass die Offshore-Windenergie angesichts der eingeleiteten Energiewende ein bedeutender Zukunftsmarkt sei und dass die bundesweite Energiewende nur gemeinsam mit Schleswig-Holstein zu schaffen wäre. Deswegen sei sie über die Initiative der schleswig-holsteinischen Nordseehäfen sehr erfreut und kündigte an, dass die Landesregierung auch weiterhin der Hafenkooperation unterstützend zur Seite stehen würde.
Anschließend ging Frank Schnabel, Sprecher der Hafenkooperation und Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH, auf die bisherige Entwicklung und die Leistungspotentiale der Hafenkooperation und derer Hafenstandorte ein. Seit Gründung der Hafenkooperation vor rund eineinhalb Jahren konnte sich die Hafenkooperation inhaltlich stetig weiterentwickeln. Neben einem eigenen Hafenkonzept wurden maßgeschneiderte Logistikkonzepte zur Installation und Versorgung der sieben Offshore-Windparks vor der schleswig-holsteinischen entwickelt. Aktuell arbeitet die Hafenkooperation an der physischen Vernetzung der Hafenstandorte mittels eines Shuttle-Konzeptes. Ergebnisse hierzu werden Anfang 2012 vorgestellt.
Mit Norbert Giese, Direktor Geschäftsfeld Offshore der REpower Systems SE und Lars Engelmann, Logistik-Manager für den Offshore-Windpark DanTysk bei der Vattenfall Europe Windkraft GmbH schilderten zwei Vertreter aus der Praxis die Anforderungen an Häfen und die Logistik bei Planung, Bau und Betrieb eines Offshore-Windparks. Beide referierten über die Erfahrungen ihrer bisherigen Offshore-Windparkprojekte. Es zeigte sich, dass die Windparkbetreiber und Windkraftanlagenhersteller zurzeit noch an der Entwicklung der Logistikkonzepte arbeiten und die bisherigen Erfahrungen darin einfließen lassen. Insbesondere die Anforderungen der Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee stellen alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Neben der Wassertiefe von 40 Metern und mehr ist auch die große Distanz zum Festland eine logistische Herausforderung.
Bevor in der anschließenden Podiumsdiskussion offene Fragen mit dem Auditorium diskutiert wurden, präsentierte Jörgen Thiele, Vorstandsmitglied der Stiftung Offshore-Windenergie in einem Impulsreferat die Herausforderungen im Offshore-Windenergie Markt aus Sicht der Stiftung Offshore-Windenergie. Thiele berichtete hierbei u.a. über die Erfahrungen im Testfeld alpha-ventus, den Arbeitskreis zur Vernetzung der maritimen Wirtschaft mit der Offshore-Windindustrie und die Marktentwicklung der Offshore-Windenergie in Deutschland.
Als weiterer Gast auf dem Podium konnte Jörg Singer, Bürgermeister der Gemeinde Helgoland begrüßt werden. Helgoland wird eine zentrale Rolle bei der Versorgung der Offshore-Windparks im Helgoland-Cluster einnehmen. Singer berichtete als Gemeindevertreter, dass die Offshore-Windenergie für die Gemeinde Helgoland eine neue Perspektive bietet. Windparkbetreiber und Serviceunternehmen werden sich auf der Hochseeinsel ansiedeln; die ersten Verträge sind bereits unterzeichnet.
Während der Podiumsdiskussion stand unter anderem das Thema „Kooperation“ im Mittelpunkt. Norbert Giese sieht die Kooperation der schleswig-holsteinischen Häfen als beispielgebend für eine weitergehende Hafenkooperation. Er regte an, dass eine deutschlandweite, womöglich sogar eine europaweite Kooperation der Offshore-Häfen im Nordseebereich Vorteile für alle Beteiligten mit sich bringen könnte.
Auch mögliche Kooperationen zwischen den Windkraftanlagenherstellern bzw. zwischen den Windparkbetreibern wurden erörtert. Lars Engelmann und Norbert Giese berichteten, dass solche Kooperationsgespräche bereits aktiv geführt werden und in Zukunft weiter intensiviert werden sollen; insbesondere zu Themenstellungen wie Installations- und Servicelogistik und Sicherheitsfragen.
Als Sprecher der Hafenkooperation war Frank Schnabel mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden: „Die große Teilnehmerzahl von mehr als 200 angemeldeten Personen zeigt, dass die Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH auf dem richtigen Weg ist. Auch das erhaltene Feedback ermutigt uns, den Weg der Kooperation und Schnittstellenminimierung weiter zu gehen.“ Ebenso zufrieden war Schnabel mit dem Veranstaltungsrahmen. „Es hat sich als richtig erwiesen, den Workshop im Rahmen der von der windcomm schleswig-holstein organisierten OBMC durchzuführen. Die Veranstaltung hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt und zeigt, dass das Thema Offshore-Windenergie in Schleswig-Holstein von hoher Bedeutung ist.“
Generelle Information zur Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH:
Die Hafenstandorte Büsum, Brunsbüttel, Dagebüll, Helgoland, Husum, Rendsburg-Osterrönfeld, Wyk/Föhr, sowie Hörnum und List haben eine enge Zusammenarbeit mit dem Schwerpunkt „Offshore Windpark Logistik“ vereinbart.
Mit dieser Kooperation werden die Potentiale des Bundeslandes Schleswig-Holstein mit seinen Hafenstandorten für die Windparks in der Nordsee gebündelt. Unternehmen aus dem Bereich Hafenwirtschaft sind die Treiber und Entwickler dieser praxisnahen und kundenorientierte Initiative. Unterstützt wird die Initiative von den Stadt- und Kreisverwaltungen, Wirtschaftsunternehmen, Wirtschaftsförderungen, IHK zu Flensburg und zu Kiel, Windenergieanlagenherstellern, windcomm schleswig-holstein und dem Maritimen Cluster Schleswig-Holstein.
Die Kooperation dient der Vernetzung der Hafenstandorte mit dem Schwerpunkt „Produktion-, Logistik- und Service-Häfen“ für Offshore Windparks.
Ansprechpartner:
Frank Schnabel, Sprecher der Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH
c/o Brunsbüttel Ports GmbH, Brunsbüttel
Tel.: 04852/884-35