

Offshore-Installations-Jack-Up „Buzzard“
Am 2. September 2009 traf die „Buzzard“ der Firma Geo Sea im Elbehafen Brunsbüttel ein. Die Installations-Jack-up “Buzzard” wird im Offshore Windenergiebereich eingesetzt zur Installation von Offshore-Anlagenkomponenten. Die Plattform ist 43,0 m lang und 30,0 m breit bei einem Tiefgang von 2,97 m.
Auf der Jack-up Plattform werden alle für den Einsatz auf See benötigten Komponenten für Offshore Windkraftanlagen, die entsprechenden Hebe- und Installationseinrichtungen und weitere Materialien transportiert. Außerdem befinden sich Wohneinrichtungen für das Einsatzpersonal auf der „Buzzard“.
Die „Buzzard“ wurde, nach erfolgreichem Einsatz beim Offshore Windpark „Alpha Ventus“, im Elbehafen abgerüstet (demobilisiert) und bereit gemacht (mobilisiert) für den erneuten Einsatz bei „Alpha Ventus“. Von der Plattform wurden unter anderem ein Kran, ein Bohrhammer und diverse Stahlteile entfernt, um Platz zu schaffen für eine komplette 5-Megawatt Windkraftanlage, die Teil des Offshore Windparks wird. Zusätzlich wird ein Hubschrauberlandeplatz auf der „Buzzard“ installiert.
Verschiffung von Offshore Blades für den Windpark „Ormonde“
Im Frühjahr 2011 wurden im Elbehafen für die REpower Systems AG insgesamt 90 Rotorblätter, sogenannte Blades, mit einer Länge von 61,5 m und einem Stückgewicht von 22,0 t, die mit LKW im Elbehafen angeliefert werden, auf den hafeneigenen Logistikflächen zwischenlagern. Bei diesem Auftrag liefert die REpower Systems AG 30 Offshore-Windenergieanlagen des Typs REpower 5M mit insgesamt 150 Megawatt Nennleistung für den Windpark „Ormonde“, der in ca. 35 km Entfernung zum Ort Barrow-in-Furness, an der englischen Nordwestküste errichtet werden soll. Ab Januar 2011 werden die Blades schließlich in Richtung Belfast zur Schiffswerft Harland & Wolff verschifft, wo die Vormontage der Rotoren erfolgen wird, bevor die Anlagen mittels Hubinsel auf Jacket-Fundamenten installiert werden.
Für die Brunsbüttel Ports GmbH stellt der Auftrag einen erfolgreichen Schritt dar, sich auf dem Markt als Logistiker und Dienstleister für die Offshore-Industrie weiterhin zu etablieren. Deshalb freut sich auch Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH über das Projekt: „Der Offshore-Markt stellt hohe Anforderungen an die Logistik- und Hafenunternehmen. Im Wettbewerb kommt es neben der Wirtschaftlichkeit vor allem auf Qualität und Flexibilität in der Umsetzung an. Das in uns gesetzte Vertrauen motiviert uns, diesen Weg weiter zu verfolgen.“ Der Elbehafen als Universalhafen stellt diese Aussagen bei der Verschiffung der Rotorblätter jetzt erneut unter Beweis. Denn neben einem Schwerlastbereich im Elbehafen verfügt die Brunsbüttel Ports GmbH vor allem über attraktive Logistikflächen in unmittelbarer Hafennähe sowie über erfahrenes Fachpersonal für Windkraftanlagen mit einem hohen Maß an Flexibilität.
Neue Offshore Pier im Elbehafen in Planung
Im Jahr 2010 bestätigte eine von Brunsbüttel Ports und egeb Wirtschaftsförderung in Auftrag gegebene Studie der Hamburger Unternehmensberatung Universal Transport Consulting GmbH (Uniconsult) die Potentiale des Standortes Brunsbüttel im Offshore-Windenergiecluster. In der Studie wurden konkrete Marktchancen Brunsbüttels im sich entwickelnden Offshore-Sektor hinsichtlich seiner Funktion als Produktions- und Logistikstandort aufgezeigt. „Aufgrund der umfangreichen hafennahen Freiflächen, der vorhandenen Hafenstrukturen und Wassertiefen sowie dem umfangreichen Know-How der Brunsbüttel Ports / SCHRAMM group im Umschlag von Windenergieanlagen, kann sich Brunsbüttel mit den Mitbewerbern messen.“ betont Brunsbüttel Ports Geschäftsführer Frank Schnabel. Aus der Studie, die der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Jost der Jager der Öffentlichkeit präsentierte und unterstützt, geht ebenfalls hervor, dass möglichst kurzfristig die langfristigen Voraussetzungen für den Offshore-Standort Brunsbüttel geschaffen werden müssen. So verlangt das Gutachten neue, schwerlastfähige Hafen- und Lagerflächen sowie die entsprechenden Umschlagsanlagen.
Als Folge der Studie plant und prüft die Landesregierung zurzeit die Errichtung einer Offshore-Pier am Hafenstandort Brunsbüttel mittels einer ingenieurtechnischen Machbarkeitsstudie. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie wird in diesem Frühjahr erwartet.









